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60 Jahre ITB, die
besonderen Ausgaben Tourismusverband Ammersee-Lech e.V.
Bertold Jetschke, geboren 10.11.1939 in
Berlin-Pankow, aufgewachsen auf dem Wedding
Geschäftsführer Tourismusverband
Ammersee-Lech 1969 – 2002
Mit wenigen Ausnahmen von 1979 bis 2025 auf
der ITB gewesen.
Reiseveranstalter bis heute

Touristik-Institut-Landsberg
Radl-Post,
Radtouren der Erinnerung
1979
habe ich mir mit einem befreundeten Hotelier vom Ammersee die ITB
erstmals angeschaut.
Der Bayernstand war ein richtiges Dorf mit
Häusern und Dorfbrunnen (aus den Brüsten sollte Bier in den Brunnen
sprudeln, hat aber nicht geklappt).Diese ITB, für uns
Leute vom Land die große Welt gesehen zu haben, hat uns gefallen.
So ist die Idee entstanden, als ärmster
oberbayerischer Fremdenverkehrsverband mit einem eigenen Stand auf die
ITB 1980 zu gehen. Das fehlende Kapital mußte durch Kreativität ersetzt
werden.
1980 Zu
einem richtigen Stand hatte das Geld nicht gereicht. Bei unseren
Nachbarn galten wir zunächst als Katastrophenstand, weil bis zum
Freitagnachmittag auf unserem Stand nur eine Töpferscheibe und eine
gemalte Kulisse, Radler-Paradies Ammersee-Lech mit einer Sprechblase
„Hallo Berlin“ zu sehen war.
Dann kamen wir: 11 Mädels und Jungen,
Dießener Stubenmusi, ein Spinner, eine Töpferin und Standpersonal. Im
Vorfeld hatte ich an 20 Reisejournalisten eine Zinnfigur (männlicher
Radler) verschickt, mit der Bitte, an unserem Stand die entsprechende
Radler-Dame abzuholen.
Und da kamen sie alle.
Schiebeschilder (die Idee hatte ich mal im
Treptower Park gesehen) kündigten das Programm an.
Der bayerische Rundfunk sendete jeden Tag ab
17.00 Uhr live aus der Bayernhalle mit unserer Stubenmusi als
Untermalung. „Kiek mal, da spinnt eener“ war der meist gehörte Spruch
der Besucher.
Die Messe war ein voller Erfolg, auch für
das Renommeé daheim.
https://www.touristik-i.de/Damals1981-1982.htm
1986 Ich
hatte 1985 von der BVG einen ausrangierten Doppeldeckerbus gekauft, den
ich später zum ersten „Bistrobus Deutschlands“ ausgebaut habe.
Den wollte ich auf am Ende der ITB mit einem
roten Kennzeichen nach Landsberg überführen.
Abends, zu später
Stunde, hatte eine Kollegin in irgendeinem Lokal einen BZ-Fotoreporter
kennengelernt und von mir und dem Doppeldeckerbus erzählt. Ergebnis war,
daß die Story am nächsten Morgen unverhofft als große Aufmachung in der
BZ erschien.
„Der Bus fährt nach Bayern, nimmt10 Berliner
mit, die sich telefonisch am ITB Stand anmelden können“. Pausenlos
klingelte das Telefon. Zwischendurch kam ein Mitarbeiter der ITB zu mir,
die Leute beschweren sich, weil sie nicht mit ihrem Anruf durchkämen.
Nun mußte der Bus zugelassen werden.
Kennzeichen in Landsberg besorgen, per Luftfracht zur ITB, mit 60 km/h
und einer Travestieschau zur Unterhaltung der Mitreisenden ging es über
die A 9 nach Bayern, Ankunft 23.00 Uhr
.https://www.touristik-i.de/susi1.htm
https://www.touristik-i.de/Damals1986b.htm
1987
750-Jahrfeier Berlin
Für das Jahr 1987 hatten wir uns
vorgenommen, anläßlich der 750-Jahrfeier Berlins auf der ITB mit dem Bus
zu erscheinen.
Das Thema war "Reise nach Berlin". Angemeldet
wurde der Stand vom Fremdenverkehrsverband Ammersee-Lech, finanziell
unterstützt vom Fremdenverkehrsverband Starnberger Fünf-Seen-Land.
Da der Boden der damaligen Bayernhalle, alte
Halle 6 der Messe, das Busgewicht nicht aushalten würde, mußten wir in
die Asienhalle ausweichen.
Das tat der Werbung keinen Abbruch, denn der
Landkreis Starnberg unterhielt eine Partnerschaft mit Taiwan, so dass
wir mit unserem Thema nicht so danebenlagen.
Am Stand wurde mit historischen Kostümen für
das Ruethenfest Landsberg und die Urlaubsangebote vom Starnberger See
bis Landsberg geworben.
Unter der Woche fanden Fachvorträge zum Thema
"Berufschancen im Tourismus2 statt, wozu Professoren, Touristiker und
Studenten Statements abgaben.
Diese Aktionen zusammen mit den alle 2
Stunden stattfindenden Auftritten der hübsch anzusehenden
Kimono-Trägerinnen fanden großes Interesse bei dem Publikum, aber auch
bei der Presse.
Der Höhepunkt der ITB war für viele unserer
Kollegen und Kolleginnen die Abfahrt des Busses am letzten Messetag.
Ab 18.00 Uhr wurde der Messestand am
Ausfahrttor abgebaut, um 18.30 kamen die ersten Touristiker und
eingeladene Mitfahrer zum Stand, um mit Messe-Gepäck die Fahrt aus der
Messe zu erleben.
Mit dabei die Berliner "My-Fair-Lady-Gruppe"
- Vereinsmitglieder einer Westberliner Kleinbahngesellschaft - mit einem
Leierkasten
sowie Klavierspieler Werner vom
Spreekeller, den jeder Touristiker der Welt kannte und zwei Mexikaner,
die während der Fahrt auf der Treppe zum Oberdeck mit einem
Gitarrenspiel die richtigen südländischen Rhythmen ins Busgehäuse
brachten.
Als wir am Kurfürstendamm-Theater anhielten und unsere
"Schauspieler-Truppe" samt Drehorgel ausstieg, blieben die Passanten
stehen. Man hatte den Eindruck, es würde das Fernsehen gleich um die
Ecke kommen. Die Leute blieben stehen und bewunderten unseren
geschmückten ehemaligen Berliner Doppeldeckerbus. Nach einem kurzen
Aufenthalt fuhren wir noch nach Kreuzberg.
Als Ergebnis konnten wir festhalten:
So etwas hatte die Messe Berlin noch nicht
und - nie wieder erlebt.
Beide Tourismusverbände hatten durch diese
Aktion in einer fantastischen Aktion auf sich aufmerksam gemacht.
https://www.touristik-i.de/1987,ITB.htm
1990
Erste Gäste aus Ostberlin, Aktion mit dem Jugendsender „Elf 99“
Vorgeschichte:
Der Jugendsender Elf99 hatte eine große
Silvesterfeier 1989/90 am
Brandenburger Tor geplant und ein Gerüst (für Scheinwerfer und
Lautsprecher ?) aufgebaut, das nicht für Personen gedacht war.
Leider stürzte es mit schweren Folgen ein
https://www.volksstimme.de/sachsen-anhalt/quadriga-wird-silvesteropfer-1024185
So dachte ich mir, man müsse den Leuten etwas
aus der Patsche helfen, schrieb an Elf99 und bot an, 2 x 50 Berlinern am
1. Wochenende mit einem Bus ab Alexanderplatz zur ITB abzuholen.
Ein Quiz sollte über die mögliche Teilnahme
entscheiden „wer war der der Erfinder, des Fernsehens?“
Elf99 war erstaunt, wie viele ältere Leute
den Sender hörten und sich anmeldeten.
Das Ergebnis: Paul Nipkow, Pankow, Parkstraße
5,
https://de.wikipedia.org/wiki/Nipkow-Scheibe
Eine Messingplatte erinnert heute noch an
Paul Nipkow.
Eine Antwort hatte ich auf mein Angebot nicht
erhalten, so daß ich den zugesagten Berolina-Bus wieder abbestellte. Von
der ITB hatte ich 2 x 50 Eintrittskarten zugesagt bekommen.
Die ITB begann pünktlich 10.00 Uhr mit vielen
Begrüßungen langjähriger Messefreunde.
Plötzlich – gegen 11.00 Uhr steht ein junger
Mann vor mir und beschwert sich, daß 50 Berliner am Alexanderplatz
warten würden.
Ich entschuldigte mich, daß ich vom Sender
keine Antwort auf mein Angebot bekommen hätte.
„Wenn wir nicht antworten, ist das Angebot
angenommen“ – DDR-Regel.
Ich konnte den Bus
wieder bestellen, die 50 Berliner kamen mit freiem Eintritt zur ITB. Ich
hatte eine Kiste Bier bereitgestellt zur Kühlung der Gemüter.
Am nächsten Tag empfing ich die 2.Gruppe am
Alexanderplatz und brachte sie zur ITB.
Viele Jahre noch war ich mit den Akteuren von Elf99 befreundet.
https://www.touristik-i.de/Damals1990-ITB.htm
1995
Auf der ITB
fand ich am Braunschweig-Stand - uns
verband eine Löwen-Freundschaft - den Hinweis auf den 800. Todestag von
Henrich den Löwen.
Ich dachte mir, das können die nicht alleine
feiern und rannte durch die Hallen und suchte die Städte auf, die mit
dem Löwen eine Geschichte hatten. Insbesondere die Städte in den neuen
Bundesländern.
Es führte u.a. dazu, daß z.B. in Schwerin auf dem Marktplatz ein
Löwendenkmal errichtet wurde.
Ein eigner
Prospekt zu den Löwenstädten besaß neben einer Kurzfassung zu den
einzelnen Städten 12 Stempelfelder. Kulturgeschichtlich interessierte
Reisegruppen konnten, sofern sie mindestens 9 Städte besucht haten und
dies durch entsprechende Stempel der Löwenstädte nachwiesen, an einer
Verlosung teilnehmen und ein Wochenende für zwei Personen in einer Stadt
gewinnen, die sie unter Umständen noch nicht besucht hatten.
So kamen im Laufe des Jahres 1995 z.B. in das
Verkehrsamt in Landsberg am Lech viele Reisegruppen - auch aus dem
norddeutschen Raum - um an den speziellen Stadtführungen teilzunehmen
und die Besuchsfelder des Prospektes abstempeln zu lassen.
Das Thema hatte besonders Reisegruppen der
Volkshochschulen angesprochen.
https://www.touristik-i.de/Loewenstaedte.htm
KI schreibt:
Als Löwenstädte
werden zwölf deutsche Städte bezeichnet, die in engem Bezug zu Herzog
Heinrich dem Löwen (1129–1195) stehen.
Anlässlich seines 800. Todestages
im Jahr 1995 präsentierten sich diese Orte gemeinsam, um ihr kulturelles
Erbe und die Verbindung zum welfischen Herzogtum in Bayern und Sachsen
hervorzuheben.
Die Städte sind historisch durch den Einfluss Heinrichs des Löwen
geprägt.
Hintergrund: Zum 800. Todestag (1995) wurde das Wirken Heinrichs des
Löwen gewürdigt.
Städte: Zu den zwölf Städten gehören Orte, die durch den Welfenherzog
Bedeutung erlangten.
Aktion: Es
gab touristische Initiativen, wie Stempelhefte, die Reisegruppen
anregten, diese historischen Orte zu besuchen.
Die Löwenstädte stehen für eine gemeinsame Aktion zur Förderung des
kulturellen Erbes, das durch den Herzog von Bayern und Sachsen, Heinrich
den Löwen,
geprägt wurde, der als Symbol der Tapferkeit galt
https://www.touristik-i.de/Loewenstaedte.htm
2021
Das
erste Radwanderwegenetz
mit 300 km markierten Radwanderwegen
wurde 1978 installiert.
Ab 2021 hat das Touristik-Institut Landsberg
„Radtouren der Erinnerung - gegen das Vergessen -
" geschaffen, um auf die neuere und
alte Geschichte - Kultur – Landschaft zwischen Ammersee und Lech
hinzuweisen.
https://www.radl-post.de/RadtourderErinnerung1.html
2025 Land
und Leute in Deutschland Polen und Tschechien mit dem Wohnmobil zu
entdecken, ist ein neuer Blog auf der Seite Radl-Post.
https://www.radl-post.de/
60 Jahre ITB,
als Veranstalter oder Fachbesucher
Tourismusverband Ammersee-Lech e.V.
Fotogalerie: Damals das Beste
https://www.touristik-i.de/Damals-das-Beste.htm
1980,
Erstmals auf der ITB mit dem „Katastrophenstand“
https://www.touristik-i.de/80erJahreMessen.html
1981, mit
eigenem Funktionsstand, präsentiert durch den Landrat des Landkreises
Landsberg am Lech
https://www.touristik-i.de/DamalsITB1981.htm
1982
https://www.touristik-i.de/DamalsITB1982.htm
1983
https://www.touristik-i.de/DamalsITB1983.htm
1984
https://www.touristik-i.de/DamalsITB1984.htm
1985
https://www.touristik-i.de/Damals1985.htm
1986 Mit dem
Doppeldeckerbus von der ITB nach Bayern, 3 Tage berichtete die BZ
https://www.touristik-i.de/Damals1986b.htm
https://www.touristik-i.de/susi1.htm
1987, Mit
dem Doppeldeckerbus in der Asienhalle, weil die Bayern-Halle nicht
tragfähig war
Punkt 19.00 Uhr, Ausfahrt des Busses,
„Reise nach Berlin“, Zusammenarbeit mit Ameropa
https://www.touristik-i.de/1987,ITB.htm
1988
https://www.touristik-i.de/Damals1988.htm
1989
https://www.touristik-i.de/Damals1989.htm
1990, 100
Hörer von Elf 99 zur ITB eingeladen
https://www.touristik-i.de/Damals1990-ITB.htm
1991
https://www.touristik-i.de/Damals1991.htm
1992: Mit
dem Feuerwehrauto auf der Viva Koblenz, statt ITB
https://www.touristik-i.de/Damals1992-1994.htm
1993
https://www.touristik-i.de/ITB1993.html
1994
https://www.touristik-i.de/DamalsITB1994.html
1995 12
Löwenstädte der ITB machen gemeinsame Sache
https://www.touristik-i.de/Loewenstaedte.htm
2004
https://www.touristik-i.de/ITB2004.htm
2006, mit
meinem Doppeldeckerbus für die Bodensee-Touristik
https://www.touristik-i.de/ITB2006.htm
2007, mit
meinem Doppeldeckerbus für die Bodensee-Touristik
https://www.touristik-i.de/ITB2007.htm
2008, mit
meinem Doppeldeckerbus für die Bodensee-Touristik
https://www.touristik-i.de/ITB%202008.htm
2009
https://www.touristik-i.de/ITB2009.htm
2010
https://www.touristik-i.de/ITB2010.htm
2011
https://www.touristik-i.de/ITB2011.htm
2012
https://www.touristik-i.de/ITB2012.htm
2013
https://www.touristik-i.de/ITB2013.htm
2014
https://www.touristik-i.de/2014,ITB.htm
2015
https://www.touristik-i.de/2015,ITBBerlin.htm
2016, 50
Jahre ITB, zum
37. Mal auf der ITB als Reiseveranstalter
https://www.touristik-i.de/2016,ITB.htm
2017
https://www.radl-post.de/2017,ITB%20Berlin.htm
2018
https://www.radl-post.de/2018,ITB.htm
2023
https://www.radl-post.de/ITB2023.html
2024
https://www.radl-post.de/ITB2024.html
2025
https://www.radl-post.de/2025ITBerlin.html
Touristik-Institut Landsberg
Bertold Jetschke
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